„Sterne ohne Himmel“ – Ausstellungswoche in der Gnadenkirche vom 14.06. – 21.06.2026

 

Worum geht es bei „Sterne ohne Himmel“?

„Sterne ohne Himmel“ ist eine Ausstellung, die von der israelischen Holocaustgedenkstätte Yad Vashem konzipiert wurde. Sie vermittelt einen Eindruck von der Situation von jüdischen Kindern in der Zeit der Verfolgung durch das NS-Regime. 

27 Tafeln zeigen Bilder, Briefe, Dokumente, Kinderzeichnungen und Fotografien von Exponaten und erzählen die Geschichte der Kinder dazu, deren Kindheit mit einem Schlag zerstört wurde. Die neue Realität ihres Lebens zeichnete sich vor allem durch Mangel aus – Mangel an Sicherheit, Nahrung, familiären Beziehungen, Liebe und Zuneigung. Kinder mussten einen Weg finden, sich dieser Realität anzupassen.

Diese Kinder verdienen es, dass wir ihre Geschichten in Erinnerung behalten. 

Sie zeigen, wohin Hass, Diskriminierung und Unmenschlichkeit führen können, wenn nicht rechtzeitig Einhalt geboten wird. Daher ist diese Ausstellung angesichts des derzeit wieder erstarkenden Antisemitismus ein eindrucksvolles Werkzeug.

Empfohlen ab: Klasse 7

Sondertermine für Gruppen unter sterne@gnadenkirche-vs.de oder: 0157 346 132 16

Was ist Yad Vashem?

Der Name Yad Vashem bedeutet sinngemäß „Denkmal und Name“. Es ist die staatliche israelische Gedenkstätte des Holocausts in Jerusalem, der bedeutendsten Gedenkstätte, die seit 1953 an die nationalsozialistische Judenvernichtung erinnert. Als weltweit führendes Dokumentations-, Forschungs- und Bildungszentrum bewahrt es die Namen und Geschichten der Ermordeten, ehrt die „Gerechten unter den Völkern“, die sich unter eigener Gefahr für die Rettung von Juden einsetzten, und dokumentiert die Shoa.

Ablauf der Ausstellungswoche:

Eröffnungsveranstaltung am Sonntag, 14. Juni, 15 Uhr

  • Grußwort: Herr Oberbürgermeister Roth der Stadt Villingen-Schwenningen
  • mit Frank Clesle (Zedakah e.V.)
  • Das Schicksal jüdischer Kinder in Villingen-Schwenningen im Nationalsozialismus: Vorsitzender des Vereins „Pro Stolpersteine Villingen-Schwenningen e.V.“ Dr. Friedrich Engelke
  • Familiengeschichte in der Verfolgung und ihre Auswirkungen bis heute: Nadia Rieble
  • Entstehung der Ausstellung: Brigitte Liebelt
  • Musikalischer Rahmen mit Klezmermusik, Geige und Gitarre: Reinhard Ziegler und Johannes Michel

Anschließend gibt es die Möglichkeit, die Ausstellung zu besuchen.

Empfang:

Von Montag, 15.06.2026, bis Sonntag, 21.06.2026, Ausstellung täglich geöffnet von 14-18 Uhr

Abendveranstaltungen:

Dienstag, 16.06.2026, 19 Uhr: Vortrag: „Wurzeln des Antisemitismus in der christlichen Tradition – und was wir heute tun können“: Dr. Markus Liebelt, Theologe

Mittwoch, 17.06.2026, 19 Uhr: Vortrag: „Von Wut zur Liebe“: Jair Bayer, Zedakah, IP-Zentrum

Donnerstag, 18.06.2026, 18.30 Uhr: Margarete Hoffer – Widerstand im Dritten Reich in Schwenningen: Lesung und Präsentation: Brigitte Liebelt, Autorin „Die Vikarin“